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Bildung, GNU/Linux, OpenSource

Heute ist “I love Free Software”-Day – warum nur heute?

I love free software

I love free software

Ich liebe freie Software! Warum denn nicht? In Zeiten von Abmahnungsdrohungen bei winzigsten Urheberrechtsverstößen, Massenprotesten gegen ACTA, bei denen nur die wenigsten wissen worum es geht (nämlich um den Schutz der Vermarkter von Urheberrechten), wilden Patentschlachten nahezu aller Softwareschmieden, da kann man doch nur freie Software lieben und sich bei jeder Installation freuen, dass Lizenzprobleme auf einem anderen Planeten zuhause sind. (Siehe FSF)

Das bedeutet nicht, dass ich gegen Urheberrechte bin. Allerdings “… drängt sich der Eindruck auf, dass Rechteinhaber und Anwälte Abmahnungen als lukratives Geschäftsmodell entdeckt haben“, wie die Verbraucherschützerin Cornelia Tausch bei heise.de zitiert wird. Hier wird von Abzocke gesprochen und nicht ganz zu Unrecht. Immer häufiger scheinen Rechte dazu zu dienen Kassen zu füllen. Die neue Punkte-Regelung des Verkehrsministers lässt sich in diese Richtung deuten: Statt Punkten könnte es demnächst hohe Bußgelder hageln. Wer schaut da nicht argwöhnisch auf all diejenigen, die einen Paragraphen erheben? Es wundert auch nicht, dass die Strafzahlungen wegen fehlenden Softwarelizenzen in Unternehmen mittlerweile in den Millionenbereich gestiegen sind.

Eine gute Alternative dazu sind offene Lizenzen, wie die General Public License GPL. Sie regelt ganz klar, dass die darunter stehenden Produkte beliebig oft kopiert und verteilt werden dürfen – ohne Urheberrechtsverletzung! Auch verändern darf man die Produkte, sofern die Änderungen ebenfalls wieder frei zugänglich gemacht werden. Ein gutes Modell für alle, die sicher gehen möchten, dass ein “Abzockmodell” wie o.g. und Lizenzrechtsverletzungen außen vor bleiben. Die Produktpalette freier Software ist schier endlos – auch WordPress gehört dazu – und reicht von Betriebssystemen, über Anwendungsprogrammen hin zu Kunstprodukten. Ich denke da an den Free-Software-Song von Richard Stallman.

In der Schule kann ich freie Software nur lieben. Sie lässt sich beliebig oft auf jeden Rechner installieren. Und dies ohne einen KMS-Server mit Extra-Linzenzen für eine Betriebssystem-Beglaubigung kaufen zu müssen, oder was auch immer gewissen Software-Herstellern einfällt, um ihre Benutzer zu gängeln. Auch den Schülern kann ich freie Software auf CDs gebrannt ohne weiteres mitgeben, oder sie diese kosten- und bedenkenlos im Internet herunterladen lassen. Ganz legal ohne Rechtsverletzung und mit dem guten Gewissen, dass die Gemeinde der freien Software stets ein wenig wächst. Kein Wunder, dass die Vorteile freier Software wie GNU/Linux auch bei eingefleischten Benutzern proprietärer Systeme spürbar werden, wie die Beispiele u.a. von Christopher Stark, dem virengeplagten Spiegel-Online Regisseur Frank Patalong und dem Webentwickler Shawn Ryan (YouTube) zeigen.

Ein großes Dankeschön also an alle Entwickler, die ihr geistiges Eigen- und Einfallsreichtum nicht einschließen aber öffnen und allen frei zur Verfügung stellen. Ihr seid die wahren Helden einer neuen Welt, in der Benutzer nicht ins Fadenkreuz einer Abmahnungsschlacht genommen, sondern zur besonnenen, verantworlichen Benutzung freier Informationszugänge herangeführt werden mögen.

Ach, ich liebe freie Software einfach. Und zwar jeden Tag!

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Über Thorsten Gross

Lehrer für Philosophie, Ethik, Evang. Religion und Erdkunde, Linux-Admin, Mac-User. Stets im Bemühen OpenSource an der Schule einzubringen und zu verankern.

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