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Bildung

3. AbiCamp – kleiner Wurf mit Folgen

Sessionplan2015Am 28.02.2015 fand in der Ricarda-Huch-Schule das dritte AbiCamp in Folge statt. Aufgrund geringer Anmeldungen für das Opening-Event am Vortag, blieb es bei einem Tag, dem Samstag. Die aktuelle Grippe-Welle sorgte dafür, dass weniger Teilnehmer als bisher ihren Weg nach Dreieich fanden. So waren es am Ende 20 Personen. Ein bescheidenes BarCamp. Dennoch war das Angebot gut und die Motivation der Teilnehmer, die bis aus der Gegend um Kassel angrereist waren, hoch. Mit neun Sessions, von denen eine sich über zwei Zeitleisten zog, war das Themenspektrum immer noch weit gefasst. Einige vorab angekündigte Sessions konnten wegen Erkrankung der Teilgebenden nicht mit Leben gefüllt werden und fielen aus. Besonders bedauerlich ist die geringe Teilnehmerzahl der Schüler/innen zu werten. Hier muss kritisch betrachtet werden, dass die Werbung für die Veranstaltung die gewünschte Adressatengruppe kaum oder gar nicht erreicht bzw. motiviert hat.

Wer interessiert sich für die Möglichkeiten eines Media-Wiki? Steffen erhält Zuspruch.

Wer interessiert sich für die Möglichkeiten eines Media-Wiki? Steffen erhält Zuspruch.

Positiv fiel auf, dass die Zusammensetzung der Teilnehmer sowohl den Bereichen der Schulleitung, der Schüler/Lehrer als auch der  Elternschaft umfasste. Auch waren Lehrkräfte unterschiedlicher Schulformen anwesend. Für alle stand – wie bisher – WLAN in allen Sessionräumen zur Verfügung, so dass die Sessions per Titanpad mitgeschrieben werden konnten. Die Mehrzahl der Schüler/innen engagierten sich in der Session über die Concept-Map. Hier kamen der Wunsch nach Abiturvorbereitung und der Austausch in einer Visualisation von Wissen zusammen, was zu intensiven Diskussionen unter den Schüler/innen führte. Ein von mir erhoffter Austausch zwischen ehemaligen und derzeitigen Schülern bzgl. einer Orientierung nach der Schule fand auf unserem AbiCamp ebenfalls statt – wenn auch nicht explizit in einer Session, sondern rund um den Kaffeeautomaten. Leider blieben einige Schüler/innen nicht bis zum Schluss, so dass ihre Eindrücke nicht in das Endplenum aufgenommen werden konnten. Dort gab es großes Lob für den logistischen Aufbau und die Verpflegung auf dem BarCamp. Alle Anwesenden waren sich einig, dass sie wertvolle Anregungen und Ideen für sich auf- und mitgenommen haben. Dabei freut es mich, dass es bereits konkrete Vorstellungen für BarCamps an anderen Schulen gibt. In der Session zu diesem Thema wurde insbesondere das Format als Strukturierungsmöglichkeit für gezielte Planungen z.B. eine Projektwoche diskutiert. Besonders blieb mir ein positives Feedback der Schülerin Ana im Gedächtnis, die meinte: „Jetzt habe ich mal gesehen, welches Potential in Schule steckt.“

Pause zwischen den Session, da kann auch mal gezockt werden.

Pause zwischen den Sessions, da kann auch mal gezockt werden.

Über die Frage, ob BarCamps in Schulen möglich sind, dürften wir wirklich schon hinaus sein (Tweet von Jöran M.M. am 16.11.2014) . Die Frage stellt sich mir jedoch, wie erreichen und motivieren wir mehr Beteiligung? Nach dem 3. AbiCamp steht für mich fest, dass die Eröffnung eines Raumes zur Ermöglichung schulischer Entwicklungsprozesse hier nicht ausreicht. Nur wenige Schüler/innen und Lehrkräfte konnten mit einem Motto à la „Wir gehen mal freiwillig in die Schule und schauen, was passiert.“ etwas anfangen. Themenorientierte BarCamps dagegen (bei uns bisher: GamesCamp und TuxCamp) sprachen Schüler/innen konkreter und gezielter an. Das sorgte nicht nur für eine hohe Beteiligung inner- und außerhalb der Schulgemeinde. Die daraus resultierenden Projekte (z.B. Minecraft) waren m.E. auch nachhaltiger und dauerhafter. Hier sehe ich derzeit das größte Entwicklungspotenzial zur Verbreitung und Konsolidierung des BarCamp-Formats im schulischen Bereich. Die diesbezügliche Diskussion auf dem AbiCamp mündete entsprechend in eine Vision von Themen-BarCamps zu Fachthemen oder aktuellen Wünschen der Schüler/innen. Antonina, unsere Kunst-Lehrerin hat bereits Interesse an einem Art-Camp geäußert. Und wir aus dem Orga-Team treffen wir uns umgehend, um die Möglichkeiten eines Minecraft-Camps auszuloten, zu dem uns Schüler angesprochen haben. Da steht bereits nach den ersten Rundmails fest: Ein Tag ist nicht genug.

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Über Thorsten Gross

Lehrer für Philosophie, Ethik, Evang. Religion und Erdkunde, Linux-Admin, Mac-User. Stets im Bemühen OpenSource an der Schule einzubringen und zu verankern.

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